Hoffnung für Streuner e.V.

Der besondere Tierschutz

 















 

 

Rocky

Rocky  ist ungefähr vier Jahre alt (geb. 03/2007), hat eine Schulterhöhe von 66 cm, ist kastriert und hat in seinem Leben nur Furchtbares erlebt. Er wurde mit einem Titer von 1:200 positiv auf Ehrlichiose und grenzwertig auf Leishmaniose (1:100) getestet. Rocky wird bereits dagegen behandelt.

Bereits als Baby wurde er ausgesetzt und irrte alleine durch die Strassen. Eine Frau brachte ihn schliesslich in ein Tierheim. Dort lebte er zunächst mit einem anderen Rüden zusammen, der ihn aber eines Tages angriff und ihm die Öhrchen so zerbiss, dass von ihnen fast nichts mehr übrig blieb. Danach mochte er andere Rüden nicht mehr wirklich. Von nun an lebte er mit drei Hündinnen zusammen, was auch sehr gut funktionierte.

Allerdings war Rocky schon damals ein Hund, der viel Bewegung brauchte, um zuifrieden zu sein. Leider bekam er die niemals in ausreichender Form. Ausserdem brauchte und braucht Rocky viel menschliche Zuwendung und ehrliche Liebe. Beides bekam er im Tierheim natürlich auch nicht ausreichend genug.

Sein Raum im Tierheim war auch viel zu klein für ihn. Er begann, sich ganz schlimm zu langweilen. Folgedessen vertrieb er sich seine Zeit bei Auseinandersetzungen durch die Gitterstäbe mit den Rüden, die in den Zwingern nebenan wohnten.

Und im Oktober 2010 kam es dann zu dem, was hatte kommen müssen. Es kam zu einem grauenvollen Kampf zwischen Rocky und einem anderen Rüden. Rocky trug schlimmste Verletzungen an seinem Kopf und Nacken davon. Und als würde das nicht schon gereicht haben, verpfuschte der Tierarzt die Behandlung aufs Gröbste. Er operierte ihn mehrmals, versuchte Hauttransplantationen sowie die Haut zu dehnen, damit die mittlerweile Riesen-Wunde zu bedecken. So sah das dann aus:

  

Irgendwann mochte Rocky von der bösen Welt überhaupt nichts mehr sehen:

  

Das Ende vom Lied war, dass die Wunde nicht heilte, sondern sich entzündete. Rocky musste unendliche Schmerzen erdulden. Schliesslich wurden unsere Tierschützerinnen um Hilfe gebeten. Sie brachten Rocky zu einem sehr guten Tierarzt. Endlich wurde dem armen Männlein vernünftig geholfen. Die grossflächige Wunde schloss sich Tag für Tag.

  

Seit seiner schweren Verletzung darf Rocky bei einem freiwilligen Helfer des Tierheims wohnen. Das tut ihm sehr gut. So langsam findet er seinen Lebensmut und seine Lebenslust wieder. Er spielt wieder. Rocky ist stubenrein, macht im Haus nichts kaputt und ist dort sehr ruhig. Er liebt seine Spaziergänge, schnüffelt mit Begeisterung umher und erforscht neugierig die Umgebung.

Leider muss er im April wieder zurück ins Tierheim. Das wird ihn unendlich hart treffen, denn er denkt ja, er habe sein Zuhause bei dem freiwilligen Helfer schon gefunden.

Rocky mag Menschen sehr gerne, braucht aber noch viel liebevolle und klare Erziehung. Für die Menschen, die seine Liebe erobern, indem sie ihm ihre schenken, wird Rocky alles tun.

Bitte, wer meint, dass er diesem grossen, kräftigen, nicht ganz einfachen, absolut liebenswerten und sowohl physisch wie psychisch geschundenen Muck das passende Zuhause geben kann, der möge sich ganz, ganz schnell bei uns melden.

 

Stand 07.03.2011

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