Hoffnung für Streuner e.V.

Der besondere Tierschutz

 















 

 

Beatrice

Nicht so schöne News von Beatrice, 06.05.2012

Nicht lange nach ihrem schlimmen Unfall wurde ja Beatrices gebrochenes Hinterbeinchen operiert und zur Fixierung ein Nagel eingesetzt. Der Arzt meinte, der Nagel könne drin bleiben. Doch das ging gründlich schief. Beatrice ist noch ordentlich gewachsen, und nun soll der Nagel völlig vom Knochen umschlossen und inoperabel sein. Das ist schlecht, denn Beatrice hat eindeutig Probleme. Einer ihrer Zehen ist stark geschwollen, und sie setzt den Fuss nicht mehr richtig auf. Der Tierarzt sagt, da kann man nichts machen und hat lediglich Neurobion Tabletten verschrieben.

 Ansonsten ist die Kleine immer noch ein kleiner Schisser, aber immerhin nähert sie sich unserer Tierschützerin an. Sie ist neugierig und würde gerne...., aber sie traut sich noch nicht so recht. Sie lebt mit unserem Petran zusammen, und mit ihm kann sie ein unbeschwertes Mädchen sein. Die beiden spielen, buddeln und bellen gemeinsam.

Beatrice ist aufmerksam, klug und hat einen absolut unwiderstehlichen Augenaufschlag. Und wenn sie ihre Zurückhaltung erst einmal aufgibt, wird sie ganz sicher auch eine ganz zärtliche junge Dame sein.

Für Beatrice wünschen wir uns so sehr fantastische Menschen, die sie rückhaltlos lieben und ihr dabei helfen, ein glückliches Hundemädchen zu werden.

Neuigkeiten von Beatrice, 12.02.2012

Die Wunden und die Knochenbrüche sind mittlerweile verheilt. Es wurden jetzt noch mal Röntgenaufnahmen gemacht, um zu schauen, ob auch wirklich alles in Ordnung ist mit den Knochen. Das Ergebnis steht noch aus. Beatrice ist jetzt kastriert worden.

Beatrice verträgt sich mit allen Hunden, aber ganz besonders liebt sie Welpen - und die Welpen lieben sie. Alle wollen sie an Beatrice gekuschelt schlafen. Katzen sind auch kein Problem.

Ihr grosses Problem sind Menschen. Sie hat immer noch erhebliche Angst vor ihnen, selbst vor der Tierschützerin, bei der sie wohnt. Sie versucht generell, ihr aus dem Wege zu gehen. Manchmal lässt sich Beatrice streicheln und geniesst das sogar, doch bei der kleinsten für sie merkwürdigen Bewegung des Menschen, springt sie auf und geht weg. Draussen im Garten läuft das anders. Da ist Beatrice etwas entspannter. Leider hat die Tierschützerin nicht genug Zeit, um sich intensiv mit den Ängsten von Beatrice auseinander zu setzen. Das aber wäre die Voraussetzung dafür, dass Beatrice ihre Haltung ändert.

Beatrice braucht dringend ein Zuhause mit ruhigen und ausgeglichenen Menschen, deren Leben eine möglichst konstante Routine hat. Ihre neue Familie sollte über unendliche Geduld und einen Riesenberg vorbehaltloser Liebe verfügen. Sie müsste ihr vermitteln können, dass sie sich mit ihnen sicher fühlen kann. Dann wird Beatrice die Chance haben, ihr Schneckenhaus von sich aus zu verlassen. Dann wird sie Tag für Tag ein wenig mehr Vertrauen aufbauen und endlich beginnen zu leben.

Es ist in der Vergangenheit schon gelungen, derart ängstliche Hunde in ein völlig neues Leben zu führen - in ein Leben voller Glück und Vertrauen in sich selbst und die eigenen Menschen. Und wir wünschen uns so sehr, dass das eines Tages auch mit Beatrice geschieht. Es wäre ein grosses Glück, wenn sich die richtigen Menschen für Beatrice bald bei uns melden würden. Trauen Sie sich! Es gibt kein vergleichbares Gefühl, wenn solche Hunde Fortschritte machen.

Beatrice ist um die fünf Monate alt (geb. Ende 05/2011) und hat schon Fürchterliches erlebt. Hier ist die lange Geschichte der kleinen Maus:

Anfang September fuhr mitten in der Nacht ein Lkw in das Stadtviertel einer unserer Tierschützerinnen. Der Fahrer öffnete die Türen und entliess 20 (!!!) Hunde in die Strasse. Leider passiert das mittlerweile häufig. Die Verwaltungen fangen die Hunde in ihren Vierteln ein und fahren sie in ein anders, um das Streunerproblem los zu werden. Dieses Mal wurden sie dabei von einem Mann beobachtet, der sofort unsere Tierschützerin benachrichtigte. Doch noch bevor sie dort eintraf, nahm das Unheil seinen Lauf.

 Beatrice wurde auf der Strasse von einem Auto erfasst, das sie mehrere Meter auf dem Asphalt hinterher schleifte. Als es anhielt, schleppte sich Beatrice mit letzter Kraft in einen Garten. Die Eigentümer flippten völlig aus und alarmierten die Polizei, die dann mit Besenstielen nach Beatrice stocherten, damit sie den Garten verlässt. Die Dummheit mancher Menschen ist wirklich unerträglich.

Glücklicherweise erreichte schliesslich eine Tierschützerin den Ort des Geschehens, leistete erstmal Nothilfe und brachte Beatrice um fünf Uhr morgens dann sofort in die Tierklinik. Die Kleine hatte schlimme Verbrennungen an ihren Vorderbeinen, ein Hinterbeinchen war kompliziert gebrochen. Sie muss unerträglich Schmerzen gehabt haben.

Ein Bild des Jammers: Beatrice kurz nach dem Unfall nach der Ersten Hilfe einer Tierschützerin

Und das ist Beatrice nach ihrer Operation

Stand 30.10.2011

 

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